Das gute Bild
Die eigenen Fotos mit anderen Augen sehen ist ein sehr vielversprechender Titel. Letztendlich hält das Buch auch, was der Titel verspricht.
Aber eins nach dem anderen:
Das Buch ist in zwei Teile unterteilt: Ein Portfolio erstellen und an Wettbewerben teilnehmen.
Der erste Teil ist für mich der interessantere: wie kann ich meine Fotos präsentieren, nicht nur für andere, sondern auch für mich. Wenn man den Ratschlägen folgt, kommt man schnell an die Grenzen dessen, was man bisher für gut hielt. Das einzelne Bild ist wichtig, das Ganze aber muss aus einem Guss sein. Ich habe mir ein Portfolio mit meinen Portraits gestaltet, die ich bisher gemacht habe. Dieses Portfolio habe ich mehrfach überarbeitet, bis ich einigermaßen zufrieden war. Das heißt: ich habe jetzt eine Sammlung von Portraits, die ich vorzeigen kann, aber auch jederzeit abändern kann. Erstellt habe ich die Mappe in "scribus", einem freien Destop-Publishing-Programm.
Im zweiten Teil geht es um die Teilnahme am Wettbewerben. Besonders interessant sind die Interviews mit Jurymitgliedern. Wenn man deren Ratschlägen folgt, kann man - übertrieben gesagt - sein Ego gleich vergessen. Es muss der Jury gefallen, nicht einem selber. Und es gibt viele praktische Tipps: die Ausschreibung gut lesen, sich nicht auf Knebelverträge einlassen, was die Bildrechte angeht usw. Wer an Wettbewerben teilnehmen will, kann bei Befolgung der Ratschläge seine Gewinnchancen durchaus erhöhen.
Mein Fazit: Beim ersten Durchblättern des Buches dachte ich mir: was soll das? Beim sorgfältigen Lesen lernte ich das Buch schätzen. Inzwischen blättere ich immer wieder darin und hole mir Anregungen für eine professionelle Präsentation meiner Fotos.

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